Woran ich gerade arbeite

Nachlese 2022

Aktuell stelle ich meine persönliche Jahresanthologie 2022 zusammen. Das sind all die von mir geliebten Texte und Kurzgeschichten, die ich im Rahmen von Schreibübungen, Schreibwettbewerben und kreativen Anfällen erschaffen habe. Ein Dasein als Dateileiche wäre viel zu schade für diese kleinen und großen Welten. Außerdem spiegeln sie gerade in diesem Jahr mit Krieg in Europa und der fortschreitenden Klimakrise das Erleben einer Umbruchzeit wieder.

Ich hoffe, dass diese Sammlung noch im November 2022 erscheinen kann.

Die Villa

Was wäre eine Autorin, ohne dass in ihrer Schublade ein Roman herumzappelt? Meine aktuelle Idee mit dem Arbeitstitel "Die Villa" handelt von einem sehr kuriosen Mehrgenerationenhaus. Menschen kommen mit all ihren Geheimnissen und Verwundbarkeiten zusammen und versuchen sich in Beziehungen. Ich  liebe jetzt schon alle meine Protagonist:innen! Das erste Kapitel ist fertig, die Figuren sind entworfen, der Plot hat sich schon fast verselbständigt.

Allein was fehlt ist: Zeit! Einen Roman kann man nicht in einer Stunde zweimal die Woche schreiben. Da muss man dranbeliben. Das ist eine Parallelwelt, in der ich leben muss, um sie zu erschaffen. Und so träume ich von einer Schreibklausur irgendwo am Meer oder in den Bergen ... Irgendwann ...

Alwine

Ja, und dann ist da noch das Projekt, das viel zu groß ist für eine Freizeit-Autorin. Ein sehr umfangreicher Roman, von dem fast die Hälfte schon fertig ist. Ich habe buchstäblich Jahre dafür recherchiert, denn es handelt sich um Zeitgeschichte in Deutschland über fast 100 Jahre, beginnend in 1910. Alle Orte, alle nachprüfbaren Ereignisse, Geschäfte, Zitate, ja sogar das Wetter der einzelnen Tage in meiner Geschichte sind historisch korrekt. Nur die Protagonist:innen sind erfunden. Obwohl auch ihr Handeln zusammengesetzt ist aus hunderten Mosaiksteinchen meiner überlieferten Familiengeschichte.

In der Anthologie "Was ich gestern ... Was ich heute ... ESSEN unterWEGS", erschienen im Geest-Verlag, wurden zwei Auszüge aus diesem Roman als Kurzgeschichten aufgenommen.

Ob ich "Alwine" jemals fertigschreiben werde und wie die Geschichte endet, das hängt davon ab, ob mich ein Verlag oder eine Initiative dazu auffordert. Denn als Newcomerin mit einem solchen Mammutwerk einen Verleger zu finden ist so unwahrscheinlich, dass mir die immense Mühe von einem weiteren Jahr Arbeit zu riskant ist.