Woran ich gerade arbeite
Februar 2026: Nachdem ich in 2025 mehrere sehr zeitintensive Schreibprojekte abgeschlossen habe, lasse ich es zu Beginn dieses neuen Jahres mit dem Schreiben etwas entspannter angehen. Bis Anfang April werde ich nur an einer einzigen Kurzgeschichte für einen Wettbewerb arbeiten, der mir am Herzen liegt und der literarisch ernstzunehmen ist.
Meine Geschichte dreht sich um Schnee. Mehr ist noch nicht zu verraten.
Da ich aber schon immer kreativ-hyperaktiv bin, setze ich gerade ein ganz neues Projekt um: Mein Podcast "Gibt's das auch in weiblich" geht an den Start. Die erste Folge ist aufgenommen und es ist für mich schwer auszuhalten, erst zwei weitere zu produzieren, bevor ich mit dem Podcast online gehe. Leider ist der Anfangserfolg von neuen Podcasts aber deutlich geringer, wenn man mit nur einer Folge startet. Von daher brauche ich und braucht ihr noch ein bisschen Geduld. Es ist auf jeden Fall super aufregend und spannend, diesen ganz anderen Weg zu gehen und zu sprechen anstatt zu schreiben.
Bergflucht (Arbeitstitel)
Fast den ganzen Sommer 2025 habe ich in meiner Freizeit an meinem neuen Roman "Bergflucht" gearbeitet. Eine ganze Reihe Kapitel sind schon fertig und benötigen nur noch den Feinschliff. Es geht um um eine toxische Beziehung, um Gaslighting, das selbst inszenierte Verschwinden einer Frau und ihre Flucht ins einsame Hochgebirge.
Geplant war, die Hälfte des Romans, die in den Bergen spielt, auch genau dort zu schreiben. Dafür hatte ich viel trainiert. Ich wollte diesen Teil unbedingt mit reellen Orten und Wegen ausstatten, mit echtem Berg-Feeling und allem, was dazugehört: Wetter, Wälder, Pflanzen, Felsen, Tiere und Gipfel, Wandern und Klettern. Quasi Recherche mit vollem Körpereinsatz.
Zu meiner Schreibreise in die Alpen, die für September geplant war, ist es dann aber nicht gekommen. Am Abend vor der Abreise haben wir festgestellt, dass unsere Hündin Milla schwer krank war. Da gibt es bei uns kein Wenn und Aber - wenn der Hund krank ist, verreisen wir nicht mit ihr, und ohne Hund verreisen ist ein No-Go.
Inzwischen hat sich Milla erholt. Die nächste Gelegenheit für einen Bergurlaub bietet sich im Juni 2026. Wir hoffen, diesmal loszukommen. Bis dahin schläft "Bergflucht" in den Tiefen meiner Schreibdateien und ich trainiere fleißig weiter.
Alwine
Und immer noch ist sie da. Alwine, die wunderbare Protagonistin meines schon so weit fortgeschrittenen Romans, in den ich Jahre an Recherchearbeit investiert habe. Die Geschichte beginnt 1910 im Ruhrgebiet und erzählt das alltägliche Leben im Nationalsozialismus, in der Nachkriegszeit und im Wirtschaftswunder, das letztendlich dramatische Auswirkungen auf unser Klima hat.
Das Projekt "Alwine" existiert schon so lange, dass es mir immer schwerer fällt, eine adäquate zweite Hälfte zu schreiben. Noch fehlt mir so etwas wie eine Anforderung von einem Verlag oder ein anderer wichtiger Antrieb. Trotzdem liebe ich diese Geschichte sehr. Eine Ambivalenz, die sicherlich irgendwann durch einen Zufall oder eine Begebenheit einen Schlüssel findet, das Projekt fertigzustellen.
Die Korbflechterin
Auch diese Geschichte summt noch in den Tiefen meiner Schreibdateien vor sich hin.
Die Korbflechterin ist schon vor Jahren als eins meiner Advents-Projekte entstanden, die sich dadurch auszeichneten, dass ich an 24 Dezembertagen simultan eine märchenhafte Geschichte schrieb. Immer gegen Abend verfasste ich die Fortsetzung, die am nächsten Morgen online als Kalendertürchen veröffentlicht wurde.
Die Korbflechterin ist ursprünglich ein klassisches Mittelaltermärchen mit allem, was dazugehört: Einer Burg, einem Waisenkind, einer magischen Goldmünze, einem gierigen Bader, einem Hexenprozess, zerstrittenen Rittern, intriganten Klerikern, einem ungerechten Stadtherrn, unterirdischen Tunneln und einem geheimen Befreiungsplan, der in einer Schlacht endet. Nicht zu vergessen der streunende Hund, dem selbstverständlich nichts Schlimmes passiert.
Dieses Märchen hat so viel Potenzial, zu einer ernsten Erzählung zu werden, in der es um das Wesen der Menschen zu allen Zeiten geht und die trotzdem wahnsinnig spannend und romantisch ist. Ich möchte sie so gern ausarbeiten.
Na, wir werden sehen.
Das Wichtigste: Da kommen große Geschichten und viel spannende Freude am Schreiben.




